Nahezu zeitgleich zur Debatte um den Atomausstieg, doch von den Medien weitgehend unbeachtet, will die Bundesregierung demnächst über eine Bürgschaft von 1,3 Milliarden Euro zum Weiterbau des AKW Angra3 in Brasilien entscheiden. Der Bau von Angra 3 war bereits im Jahr 1984 begonnen und zwischenzeitlich gestoppt worden. Das geplante AKW wird von NGOs unter anderem als “Risikoreaktor” eingestuft, weil es in einem Erdbebengebiet liegt und auf veralteter Technik basiert.
Grundsätzlich ist die Bürgschaft bereits zugesichert, nun will das Kampagnenportal CAMPACT mit einer Aktion am Mittwoch, 06. Juli 2011 vor dem Bundeskanzleramt in Berlin auf die Debatte aufmerksam machen und Finanzminister Rösler mit einem Apell auffordern, die sogenannte “Hermes-Bürgschaft” zurückzuziehen. Über 120.000 Unterstützer hat die Kampagne bereits im Internet auf www.campact.de gesammelt.
Die Idee: Möglichst viele Menschen lassen vor dem Kanzleramt Strandatmosphäre entstehen, mit Liegestühlen, Palmen und Sambarhythmen – so wie sie derzeit noch rund um den geplanten Bauplatz von Angra direkt am Atlantik herrscht. Dann tritt eine Rösler-Puppe auf und übergibt ein großes AKW als Geschenk. Die Strandatmosphäre ändert sich schlagartig und alle fangen an, gegen das AKW zu demonstrieren.
Zeit: Mittwoch, 6. Juli, 8.30 bis ca. 9.15 Uhr
Ort: Vor dem Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, Berlin
Mehr Informationen: http://www.campact.de/atom2/sn12/aktion1
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